Über die Französische Bulldogge

 

Trotz unserem BULLIGEN Namen, der erst einmal jeden Laien erschrecken lässt, sind wir eine kleine, aber kompakte Rasse, geeignet für jeden, das heißt für den Single ebenso wie für die Familie mit Kindern. Wir fühlen uns in der Stadt genau so gut wie auf dem Lande, wichtig ist für uns nur die Nähe zu unseren Menschen. Uns sagt man nach, so anhänglich wie "pappige" Gutsel zu sein. Also nichts für Menschen, die große Nähe nicht ertragen können. Aber mit unserem Charme haben wir schon so manchen umgekrempelt (99,9%).

Manche Hundler haben uns auch schon für dumm verkauft (die hatten wohl noch nie einen der unseren in ihrer Familie wohnen). Wir können zwar ganz schön stur sein, aber hat das etwas mit Dummheit zu tun? Auch ohne gehobene Ausbildung wissen wir ganz schnell, worauf es ankommt und in der Welpenschule, im Begleithundekurs, ja sogar beim Agility sind wir Bullies die Stars der Mannschaft. Wohl auch, weil keiner von uns erwartet so was zu können!

Sehen wir doch sooo träge aus und so sagt man uns nach, dicke schnaufende Sofahunde zu sein. Doch nichts damit:

Unsere Vorfahren mussten vor ca. 200 Jahren in Frankreich durchaus ihren Mann stehen. Als kleine Gebrauchs- und Begleithunde DER ARMEN LEUTE VON PARIS waren sie die Hüter des Hauses, Lieblinge der Mütter, die Spielgefährten der Kinder und die Begleiter der Väter und auch als Rattenfänger waren sie zu gebrauchen.

Wir sind halt einfach BULLIES, der Hund für alle Fälle.

Manche sagen, wir wären eine verkleinerte Form der englischen Bulldogge und wären durch die kleinen Möpse so geworden wie wir sind.

Außerdem haben wir noch ganz Abenteuerliches gehört: Es gab in Südamerika eine kleine Hunderasse, die leider ausgestorben ist, die Chincha-Bulldogge Es gibt Skulpturen und Überlieferungen, die uns ganz arg ähnlich sind!

Vielleicht wurden diese von den Spaniern entdeckt und erobert und sind so über das große Wasser nach Spanien gekommen, um dann zu Franzosen zu werden. Könnte ja auch sein. Uns ist ehrlich ganz egal, wer unsere Vorfahren sind.

Wir wollen geliebt, gesund und glücklich sein. Über unseren Einzug in die feine Gesellschaft erzählt Euch unser Frauchen, wir wollen in den Garten toben gehen.

 

Mißverständnisse

Ja, als Begleiter des Kutschers soll der BULLY von den FEINEN LEUTEN entdeckt worden sein.

Gefragt und verstandardisiert wurde er eine Rasse, die sich um die Jahrhundertwende bis in die 20er Jahre größter Beliebtheit erfreute. Schade nur, dass sich "Schöpfer" der Rasse annahmen und so kam es, dass sich aus dem zwar kurzschnäuzigen, aber trotzdem gesunden und agilen Hund eine kurzbeinige, dickköpfige, schweratmende Karikatur entwickelte.

Geburtsschwierigkeiten, Wirbeldefekte, hohe Welpensterblichkeit und kleine Würfe waren die Folge. Und so blieb es nicht aus, dass die Rasse bald ganz verschwand.

Einigen wenigen Züchtern haben wir es zu verdanken, dass wir heute noch diese liebenswerten kleinen Hunde haben: Sie haben sich im Laufe der Jahre in verschiedenen Ländern in Clubs für Französische Bulldoggen zusammengeschlossen. Wohl alle mit dem gleichen Ziel - das Wohl und somit die Gesundheit der BULLIES.

HEUTE ist der Stand leider so: DER BULLY ist wiederum zum Modehund geworden, mit allen bekannten Begleiterscheinungen. Das Wohl der Rasse und auch des einzelnen Hundes steht trotz aller Beteuerungen viel zu oft nicht mehr im Mittelpunkt

In Züchter und Vereinskreisen steht einerseits eine unglaubliche Borniertheit, andererseits aber auch Fachwissen einer oft unglaublichen Unwissenheit und Naivität gegenüber. Beide Richtungen sollten sich unbedingt aufeinander zu bewegen. Für Konkurrenzdenken und offenen oder versteckten Neid sollte kein Platz sein! Und ein Schuss Selbstkritik täte wohl allen gut.

Lieben doch alle diese Hunde, vor allem wegen ihres liebevollen Charakters!?

Die BULLIES sind zu jedem Wohlwollenden freundlich und offen.

Sind das Wunschgedanken???
Gott sei Dank gibt es Ansätze: Freundschaften, Kommunikation und auch Hilfe der Bullies wegen. Ist das nicht SUPER??

DANKE